Die produktive Stadt

Die Fabrik

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Die Fabrik

Kriens

Winner

Konrad Scheffer (CH)

Sarah Haubner (CH)

Standpunkt des Teams: Für die Neugestaltung des Andritz-Geländes in Kriens schlagen wir vor, die Identität des Ortes als Produktionsstandort zu bewahren und zu stärken. Die Rationalität der industriellen Produktionsprozesse prägt die räumliche Ordnung mit ihren neuen Nutzungen: Eine funktionale, aber sehr durchlässige Gestaltung schafft einen offenen Rahmen für Interaktion.

Das Erdgeschoss beherbergt eine Vielzahl von Werkstätten, Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen, was produzierende Unternehmen dazu ermutigt, eine gemeinsame Infrastruktur zu nutzen und von der öffentlichen Präsenz zu profitieren. In den oberen Stockwerken bieten Wohnungen unterschiedliche Grade an Gemeinschaft, Selbstorganisation und der Gleichzeitigkeit von Leben und Arbeiten. Da sich das Projekt auf den bestehenden Bebauungsplan stützt, bietet es zudem eine gewisse Flexibilität hinsichtlich der Bauphasen und der architektonischen Gliederung.

Stellungnahme der Jury: Die unterschiedlichen Gebäudehöhen schaffen eine lebendige Skyline, die sich in die Umgebung einfügt. Die Visualisierung zeigt die Verflechtung historischer Industrieflächen und zeitgenössischer Lebensräume mit neuen, verdichteten Gebäuden. Durch die Übernahme des bestehenden Plans bietet der Entwurf große Flexibilität hinsichtlich der schrittweisen Entwicklung. Die vollständige Verdichtung, die sich nicht arrogant oder autistisch gegenüber der Umgebung verhält, lässt keine ungenutzten Außenflächen zurück. Einige der Freiflächen sind offen gestaltet, was eine große Flexibilität bei der Bebauung ermöglicht. Trotz der hohen Bebauungsdichte bleiben auch sensible Bereiche für die öffentliche Präsentation der Produktion erhalten.

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Ökumene

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Ökumene

Kriens

Special Mention

Camille Cochet (FR)

Clément Boitel (FR)

Florent Girelli (FR)

Standpunkt des Teams: Wie kann man Kriens eine Industrieenklave bieten, die den Grundstein für die moderne Ära der Stadt legte? Indem man die Voraussetzungen für einen Prozess der städtischen Rückeroberung schafft, der das bestehende, zersplitterte private Industriegebiet in ein lebendiges Quartier verwandeln kann. Ziel ist es, programmatische Vielfalt als Regenerationspotenzial einzuführen, indem diese um öffentliche Räume herum strukturiert wird, die im Industriegebiet bisher fehlten.


Die Nutzung des Bodens und seine archäologische Geschichte bilden einen Ankerpunkt. Der Ort muss genau diesem Konzept unterworfen werden, weshalb das Projekt alte Wege für die Schaffung von Parzellierungen innerhalb des heutigen Andritz nutzt. Es entsteht ein besonderer identitätsstiftender Rahmen. Er nimmt neue Konturen für das Kataster vorweg, in dem neue Eigentümer und neue produktive Aktivitäten Platz finden können. Die Entwicklung der Gebäudehöhen bleibt offen, ist jedoch geregelt. Wir halten dieses System der Projektintegration für nachhaltig. Standpunkt der Jury: Durch die Architektur und die Programmzuordnung eröffnet das Projekt vielfältige Möglichkeiten. Die Anordnung der Plätze und Volumen sowie deren Entwicklung bleiben offen. Das Konzept schlägt eine erste Umsetzung vor, um den Rahmen für die zukünftige Entwicklung der Freiflächen und bebauten Flächen festzulegen. Die Karten der 32 Analysebereiche beziehen den Menschen mit ein und zeigen relevante Ansätze in Bezug auf Aspekte des Zusammenlebens, die mit Identität und Gemeinschaftsbildung zusammenhängen. Die Konzeption bewegt sich zwischen Abstraktion und Vision. Die theoretische Analyse zeigt die Suche nach Entwicklungsprinzipien auf.

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Jury

JC

Jürg Capol

Architekt und Stadtplaner

MN

Markus Neppl

Architekt, Partner bei ASTOC Architects and Planners

TG

Tina Gregoric

Architektin, Partner bei dekleva gregoric arhitekti, Ljubljana

AS

Ali Saad

Architekt, BA-AU / Büro Ali Saad

PV

Prof. Anna Viader

Landschaftsarchitektin

HT

Hubert Trammer

Architekt

CD

Chris Dercon

Kunsthistoriker und Kurator

KS

Karin Sandeck

Architektin

SH

Saskia Herbert

Architektin E9 Gewinnerin, Subsolar

MT

Monika Thomas

Bundesumweltministerium

DP

Dr. Michelle Provoost

Geschäftsführerin des International New Town Institute – INTI Almerere