Räume und Lebensweisen im Einklang
Blanche

Blanche
Aigle
Winner
Frédéric Martinet (FR)
Vincent Trarieux (FR)
Arnaud Faucher (FR)
Julien Bargue (FR)
Simon Portelas (FR)
Standpunkt des Teams: Die Entflechtung von Aigle ist unsichtbar. Sie ist immaterieller Natur; sie besteht in der fortschreitenden und sich verstärkenden Isolierung von Wohnräumen, öffentlichen Einrichtungen, Geschäften und Büros, die wie ebenso viele autonome und hyperprogrammierte Einheiten wirken. Diese Einheiten zerschneiden das Gebiet in seiner praktischen Nutzung und fragmentieren den Alltag. Die Verbindung, die unser Projekt vorschlägt, beruht auf der Fremdartigkeit des Ortes, auf seiner weißen Materialität. Es schafft einen spektakulären und luxuriösen Ort, dessen Luxus und Spektakel jedoch unsichtbar sind. Das Projekt versteht sich weder als Kunstwerk noch als architektonisches Objekt. Es fungiert als städtebauliches Projekt mit einem präzisen und offenen Programm. Fünf Formen begrenzen die Konturen und ermöglichen eine unendliche Vielfalt an Nutzungen. Ihre Anordnung ist klimatisch bedingt; sie steht in einer differenzierten Beziehung zu den sie umgebenden Stadtfragmenten. Das Projekt ist darauf ausgelegt, zu altern. Standpunkt der Jury: Das Projekt sieht eine Struktur vor, deren Ziel es ist, einen vielfältigen öffentlichen Raum zu bieten, der verschiedene Arten der Aneignung ermöglicht. Im Herzen der Innenstadt gelegen, soll diese Struktur zu deren Erneuerung beitragen. Das so geschaffene neue Potenzial geht einer eher klassischen Sanierungsarbeit zur Neugestaltung der städtischen Form und der Häuserblocks voraus. Der geplante Eingriff verleiht dem Ort eine neue Sichtbarkeit auf Ebene des Ballungsraums.
Bühne und Plätze

Bühne und Plätze
Aigle
Special Mention
Faïçal Oudor (FR)
Paul Rolland (FR)
Hans Lefevre (FR)
Gauthier Claramunt (FR)
Cyrille Beirnaert (FR)
Standpunkt des Teams: Das Projekt verdeutlicht die städtebauliche Struktur. Eine großzügige Bodengestaltung vereint das gesamte Stadtzentrum, und zwei sich ergänzende Plätze harmonisieren die Räume. Den Flaneuren bieten sich neue Orte zum Entdecken an, die das Stadtbild bereichern. Das gesamte historische Zentrum, das wieder zur Fußgängerzone geworden ist, nimmt nach und nach neue Nutzungen auf. Zwei wesentliche Elemente unterstreichen die Attraktivität: Das Forschungszentrum für Weinbau und Wein sowie das Festival des Fontaines. Durch die Schaffung einer einheitlichen Gestaltung wird das historische Zentrum zu einer echten Bühne, auf der sich alle kulturellen Veranstaltungen entfalten können. Der Raum und die Identität von Aigle werden den Spaziergängern zurückgegeben. Das kulturelle Erbe und die lokale Identität als verlässliche Stütze für die Entfaltung einer Stadt.
Drei Städte drei Mobiliätskonzepte

Drei Städte drei Mobiliätskonzepte
Monthey
Winner
Alberto Figuccio (CH)
Mehdi Aouabed (FR)
Standpunkt des Teams: Das Projekt befindet sich am Rande zweier Städte, die sich voraussichtlich in Längsrichtung des Tals ausdehnen und so miteinander verschmelzen werden.
Das neue Gebiet profitiert von der bestehenden Infrastruktur des stillgelegten Industriegebiets. Es wird die Möglichkeit bieten, Nutzungen aufzunehmen, die die historischen Zentren aufgrund ihrer Struktur nicht bewältigen können. In der Gestaltung der zukünftigen Stadt übernehmen die neuen Gewerbegebiete die Rolle der Verbindung zwischen den Zentren.
Um eine neue Identität des Ortes zu definieren und gleichzeitig dessen Reichtümer zu bewahren, identifiziert das Projekt drei Tore, die durch drei Mobilitätsachsen und drei öffentliche Gebäude gekennzeichnet sind. Diese sind durch einen linearen, begrünten und fußgängerfreundlichen öffentlichen Raum verbunden, entlang dessen sich Geschäfte und Aktivitäten konzentrieren. Darüber hinaus ermöglicht die vorgeschlagene städtebauliche Strategie einen schrittweisen Rückbau der industriellen Nutzung.
Line Code

Line Code
Monthey
Special Mention
Jaime Garcia De Oteyza (ES)
José Maria Sanchez Garcia (ES)
Maria Dolores Sanchez Garcia (ES)
Elena Gonzalez Menes (ES)
Ana Rivero Esteban (ES)
Enrique Garcia-Margallo (ES)
Marta Cabezon Lopez (ES)
Dieser Vorschlag stützt sich auf die Auffassung, dass der Ort den Abdruck der Industrie aus der Zeit vor der Urbanisierung trägt. Die vorhandenen Spuren bestimmen unsere Gestaltung.
Das Konzept basiert auf der Bebauungsdichte des Programms. Es konzentriert sich auf jene Teile des Programms, in denen sich Grünflächen unterschiedlicher Dichte und Innenräume abwechseln, um die herum der Bebauungsplan angeordnet ist.
Ausgehend von einer allgemeinen Perspektive haben wir die am dichtesten bebauten Bereiche des Programms definiert. Sie befinden sich am Rande des Geländes und umfassen Türme mit Blick auf die Berge, die sich harmonisch in diese Begrenzung einfügen.
Die Überprüfung und Neuinterpretation der bestehenden Elemente ermöglichte es uns, die Vorgehensweise und die Hierarchie zwischen den öffentlichen Räumen festzulegen. Wir behalten die wichtigsten industriellen Strukturen bei, entfernen jedoch die Umfriedungen, bevor wir sie in das Gesamtgelände integrieren.
Gestaltete Waldränder / Begrünte Stadt

Gestaltete Waldränder / Begrünte Stadt
Romainmôtier-Envy und Croy
Winner
Aude Mermier (FR)
Vincent Arné (FR)
Standpunkt des Teams
Gemeinsames Erleben: In Croy und Romainmôtier zu wohnen bedeutet, inmitten der weitläufigen Landschaft zwischen dem Jura und den Alpen zu leben, nur einen Katzensprung von Lausanne und damit auch von Paris und Zürich entfernt. Touristen, alteingesessene und neue Einwohner teilen sich eine Umgebung, eine Landschaft und ein kulturelles Erbe.
Lage: Zwei Ortschaften, die eine touristisch, die andere landwirtschaftlich geprägt, die eine zurückgesetzt in einer Talmulde, die andere auf dem Plateau, per Bahn mit den regionalen Metropolen verbunden.
Kontrastreiche Landschaften: Lichtungen, Wälder, Wiesen; verstreute oder dicht beieinander liegende Siedlungsformen; rund um einen Hof oder einen Gemüsegarten; vom Einfamilienhaus bis zum großen Bauernhof, von der Abteikirche bis zum Getreidesilo.
Vorschläge: Eine Konstellation symbolträchtiger, gemeinschaftlicher Elemente – die markanten Punkte in der Landschaft: Hotel, Bahnhof, Supermärkte –, aber auch eine Reihe diskreterer, häuslicher Elemente, die sich in die Struktur der bestehenden Häuser und Aktivitäten einfügen. Das künftige Viertel in die bestehende Struktur einzubetten bedeutet, einen Dialog zu schaffen, das Zusammenleben zu pflegen und Dynamik zu erzeugen, ohne zu trennen.
Standpunkt der Jury: Das Projekt schlägt eine Urbanisierungsstrategie vor, die auf einer Analyse der Grundstückspotenziale des untersuchten Gebiets basiert. Es verteilt darin ein komplexes Programm, das sich nicht auf Wohnraum beschränkt, obwohl diesem ein wichtiger Platz eingeräumt wird, sondern ergänzend Dienstleistungen wie Kindertagesstätte, Schule, Post und einen Ort mit kultureller Ausrichtung hinzufügt.
Terracement Play-Mobile

Terracement Play-Mobile
Romainmôtier-Envy und Croy
Special Mention
Moisés Royo Márquez (ES)
Ana Maria Jimenez Romero (ES)
Javier Romero Lozano (ES)
Marcos Garcia Bravo (ES)
Joaquim Rodriguez Peña (ES)
Moisés Royo Márquez (ES)
Dieser Vorschlag schafft neue Verbindungen zur Landschaft, die als wichtigstes Element der Umgebung angesehen wird, anstatt vorhersehbare Verbindungen zum bestehenden Stadtgefüge herzustellen. Auf diese Weise wird die Identität der Stadt bewahrt, aber es werden auch neue Lebens- und Arbeitsformen rund um etablierte Gebiete integriert, die neue Bewohner anziehen werden. Die beiden städtebaulichen Konzepte werden durch ihre Gegenüberstellung einen neuen Dialog schaffen.
Die Struktur bietet Lösungen für drei Probleme im Zusammenhang mit der VIELFÄLTIGKEIT (die Organisation mehrerer Aktivitätszentren hat eine neue, ausdrucksstarke Raummorphologie geschaffen), der VERÄNDERBARKEIT der Umgebung (Neugestaltung, neue Lösungen, Umnutzung) und der ANPASSUNG an alle Arten von Nutzern durch die Einführung von Gestaltungsmodulen.
Je nach den Bedürfnissen der Nutzer und den klimatischen Gegebenheiten ermöglicht die terrassenförmige Struktur eine Verschmelzung von Innen- und Außenbereich und die Steuerung des Wachstums der Region im Laufe der Zeit.
Jury
RL
Rudolf Lüscher
VG
Vanessa Giandonati
JD
Julien Dubois
FC
François Chas
CC
Christoph Coloni
FW
Felix Walder
GM
Georges-Philippe Mayor
PR
Patrick Réra
RP
Robert Prost
LC
Lorette Coen
KK
Kees Kaan
AD
Aglaée Degros
OF