Die anpassungsfähige Stadt 2
Selbstorganisation – Austausch – Projekt (Prozess)
Die Zwischenstadt

Die Zwischenstadt
Genf
Winner
Yoni Santos (CH)
Mounir Ayoub (CH)
Standpunkt des Teams: Die Verdichtung von Einfamilienhausvierteln im Großraum Genf ist ein möglicher Weg, um den gravierenden Wohnungsmangel zu verringern. Das Gebiet um Onex, Confignon und Bernex verfügt über das menschliche, räumliche und städtebauliche Potenzial, sich zu einem neuen Stadtmodell zu wandeln, das die Vorteile des Städtischen und die Qualitäten des Ländlichen vereint: Es ist die „Zwischenstadt“.
Standpunkt der Jury: Das Projekt schlägt die Schaffung einer rechtlich-organisatorischen Schnittstelle vor, die weder öffentlich noch privat ist, sondern die Form einer kollektiven Charta annimmt. Der Inhalt berücksichtigt die besonderen Bedürfnisse der Akteure, um den Dialog zu ermöglichen. Die Charta wird von einer Reihe von Instrumenten begleitet, die es ermöglichen, gezielt auf potenzielle Konfliktsituationen zu reagieren. Diese Instrumente bieten zudem eine Reihe von Planungsstrategien, die den Verdichtungsbedürfnissen eines bestimmten Gebiets gerecht werden, wobei diese Strategien die Konzepte der Skalierbarkeit und der Anpassung im Laufe der Zeit integrieren.
Open space fabric

Open space fabric
Genf
Special Mention
Anibal Hernandez Sanchez (CH)
María Nuñez Rodriguez (CH)
Laura Martinez Alonso (CH)
Marta De Las Heras (CH)
Miguel González (CH)
Standpunkt des Teams: Das Gebiet zwischen Onex, Bernex und Confignon weist ein sehr heterogenes Stadtgefüge auf, das aufgrund seiner Lage im Verhältnis zu Genf und zur Rhône stark von der Ost-West-Achse geprägt ist. Die Hauptstrategie besteht daher darin, eine differenzierte Verdichtung anzustreben und diese durch die Schaffung strategischer Freiflächen zu erreichen.
Das bestehende Parzellennetz dient als Leitfaden für das vorgeschlagene Netz städtischer Freiflächen, wodurch die neue Bebauung mit dem bestehenden Stadtgefüge und den Eigentumsrechten in Einklang gebracht wird. Diese Freiflächen sind dafür vorgesehen, zu Plätzen, Innenhöfen oder Obstgärten zu werden, stets entsprechend den Bedürfnissen und Wünschen der Gemeinschaft. Die Landschaft verändert sich schrittweise; eine zusätzliche Ebene öffentlicher und gemeinschaftlicher Räume ermöglicht es allen Akteuren, zu unterschiedlichen Zeitpunkten in den Prozess einzugreifen.
Wir schlagen einen Prozess vor, anstatt eines abgeschlossenen Projekts, der sich aus der Anwendung technischer Regeln, der Beteiligung der Akteure und deren Interaktion mit dem städtischen, sozialen und ökologischen Kontext ergeben wird. Als Beispiel dient ein repräsentativer Landstreifen mit Nord-Süd-Ausrichtung, um diese ganze Vielfalt zu erfassen, ohne dabei die Ost-West-Perspektive aus den Augen zu verlieren. Dank dieser Abstraktion können wir das städtische Gefüge besser analysieren, um verschiedene Verdichtungsstrategien vorzuschlagen. Der Landstreifen ist ein sehr nützliches Instrument, anhand dessen wir leichter ein kohärentes Regelwerk aufstellen können, das auf andere Gebiete mit ähnlichen Merkmalen anwendbar ist.
Standpunkt der Jury: Das Projekt gliedert sich in drei Hauptziele:
- Die Verbindung des Willens, die Elemente des Standorts zu erhalten, mit dem Bedürfnis nach Resilienz;
- Die Arbeit am Potenzial des Standorts und nicht auf der Grundlage einer tabula rasa;
- Die Suche nach städtischen Formen, die die Entstehung neuer Gemeinschaftsformen anregen.
Ein Nord-Süd-„Streifen“ veranschaulicht den Prozess und spiegelt die Kohärenz des Vorschlags wider. Der Entwurf vermittelt explizit die Hauptideen des Projekts und eröffnet Anwendungsbereiche, die noch weiter ausgearbeitet werden müssen.
Jury
MR
Martine Ridiaux
AD
Anne-Mie Depuydt
FL
Falcone Laura
MR
Makan Rafatdjou
BR
Bernard Reichen
JD
Jean-Michel Degraeve
FH
Fabienne Hennequin
RP
Robert Prost
JC