Lebendige Städte

Vitalités métaboliques – Vitalités inclusives

Die Stadt als lebendiger Organismus

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Die Stadt als lebendiger Organismus

Biel/Bienne

Lauréat

Charlélie Michel (FR)

Gaetan Amossé (FR)

Soukaina Laabida (MA)

Standpunkt des Teams: Ein lebender Organismus besteht aus einem Gerüst, lebenswichtigen Funktionen und der Einbettung in eine Umgebung, aus der er die für sein Leben notwendigen Ressourcen bezieht. Das Projekt zielt darauf ab, das Quartier Geyisried als einen lebenden Organismus zu betrachten. Durch die Beobachtung des Quartiers und des Gebiets ergänzen einfache Eingriffe sein bereits vorhandenes Gerüst. Der Boulevard als Rückgrat, der Orpundplatz als Kopf und der Gewerbepark als Schwanz werden durch ein Exoskelett ergänzt: Der Geyisried-Ring ist ein neuer, für alle zugänglicher Weg für sanfte Mobilität. Er verbindet die strukturierenden Grünflächen und die öffentlichen Einrichtungen. Das Gerüst ordnet die fünf Lebensfunktionen des Quartiers neu: Kraft tanken, schaffen und innovieren, Kontakte knüpfen, gemeinsam handeln und weitergeben. In Geyisried ist nun Platz für jede Generation! Standpunkt der Jury: Das Projekt schlägt einen Ansatz vor, der von der Analyse des Gebiets und der Dichte des großräumigen Gefüges ausgeht. Das Quartier wird als Teil eines größeren Ganzen wahrgenommen. Der Vorschlag besteht darin, die bestehenden Elemente zusammenzuführen, indem sie durch einen Rundweg durch das Quartier miteinander verbunden werden, wodurch eine interne Verbindung sowie eine Verbindung zur Umgebung geschaffen wird. Man spürt eine zirkuläre Dynamik, die der Linearität der Straße eine Gegenkraft entgegensetzen kann. Das Projekt respektiert den Charakter des bestehenden Quartiers und bietet gleichzeitig eine schrittweise Erneuerung und Aufwertung.

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My house

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My house

Biel/Bienne

Lauréat

Morten Vestberg Hansen (DK)

Christopher Galliano (DK)

Casper Juhler-Olsen (DK)

Standpunkt des Teams: Mein Zuhause – Im Jahr 2050 kann ein Haus in Geyisried mit den gewöhnlichsten und attraktivsten Häusern der Stadt Biel/Bienne mithalten. Die Vorstellung der Bewohner von einem klassischen Haus hat sich gewandelt. Ihr Zuhause erstreckt sich über die Wände einer typischen Wohnung hinaus und bietet eine Fülle an hochwertigen Räumen und Funktionen, die es im genossenschaftlichen Wohnen bisher nicht gab. Ein attraktives Quartier – Geyisried 2050 ist ein nach wie vor attraktives Quartier. Durch die Umsetzung bewährter städtebaulicher Elemente werden die Sicherheit und die Lebensqualität des Gebiets kontinuierlich gefördert. Dichte und Nachhaltigkeit – Geyisried wird verdichtet und umgestaltet, wobei der Verbrauch an finanziellen Mitteln, natürlichen Ressourcen und Aussenflächen auf ein Minimum beschränkt wird. Es geht darum, die Lebensqualität zu sichern. Standpunkt der Jury: Dieses Projekt setzt auf den Mikromaßstab. Es greift punktuell in das Stadtgefüge ein, indem es die bestehenden Strukturen und damit den durch das ISOS-Perimeter anerkannten Gesamtwert bewahrt. Die Jury schätzt die sensible Verdichtungsstrategie, die Wohnraum schafft, vor allem aber die Nutzung intensiviert, indem sie halbprivate oder öffentliche Räume an den Giebelseiten hinzufügt und so das Quartier belebt. Die Phasenplanung sieht überzeugend Massnahmen vor, die sich nach den Prioritäten und dem Alter der Gebäude richten.

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im Zeichen des Goldes

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Carouge

Lauréat

Marc de Tassigny (CH)

Felix Brüssow (DE)

Oriane Martin (CH)

Nicolas Wachter (FR)

Leonhard Kanapin (CH)

Kim Pittier (CH)

Stefania Malangone (CH)

Standpunkt des Teams: „Au fil de l’or“ bietet die Gelegenheit, das Viertel Fontenette und die Ufer der Arve auf eine neue Art und Weise zu erleben. Indem dem Fluss Arve und seinem Uferbereich mehr Raum gegeben wird, wertet dieses Projekt das Gebiet dank der umgebenden Natur auf und verbindet gleichzeitig die verschiedenen Viertel innerhalb des Viertels wieder miteinander. Das Gebiet wird neue Räume für Aktivitäten, Freizeit, Entspannung, Begegnung und Spaziergänge sowie ein neues Zentrum für Handwerk und Know-how beherbergen. Durch diese Umgestaltungen wird Fontenette zu einem Ort, der Mensch und Natur verbindet: ein neues Ökosystem, das neue Nutzungsmöglichkeiten und Begegnungen schafft und es diesem Stadtteil von Carouge ermöglicht, seine dynamische und integrative Lebendigkeit zu entfalten. Standpunkt der Jury: Die Jury würdigte diesen Entwurf, dessen Autoren den verschiedenen Komponenten des Ortes mit Finesse eine präzise Identität verleihen, die verschiedenen Bereiche durch sanfte Mobilität miteinander verbinden und gleichzeitig die landschaftliche Qualität des Standorts stärken. Auf der Grundlage einer aufmerksamen Beobachtung des Standorts identifizieren die Autoren des Projekts thematische Orte. Diese Bezeichnungen ermöglichen es, den verschiedenen Orten eine präzise spezifische Entwicklungsabsicht zu verleihen.

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Die Wiederbelebung des Carouge-Geländes: ein verbindendes städtisches Ökosystem

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Carouge

Finaliste

Philipp R.W. Urech (CH)

Antoine Vialle (FR)

Yannick Poyat (FR)

Standpunkt des Teams: Dieses Stadtgebiet von Carouge ist ein Flickenteppich aus Gewässern, vereinzelten Gebäuden, Wald und Sportanlagen. Es birgt sowohl malerisches Potenzial als auch strukturelle Herausforderungen für die Qualität des städtischen Lebens und die Biodiversität. Das Projekt schlägt vor, die verschiedenen Achsen und Stärken des Gebiets zu stärken, ihnen Kontinuität zu verleihen und sie miteinander in Resonanz zu bringen, um neue Räume, Qualitäten und Möglichkeiten zu schaffen. Die Analyse und die vorgeschlagenen Maßnahmen bewegen sich auf einer mehr oder weniger großen Skala, um ein feines Maß an Intervention zu erreichen, gleichzeitig aber auch die Kohärenz zu schaffen, die dem Standort heute fehlt. Dieser Vorschlag bildet einen ersten Rahmen für eine offene Reflexion und einen Entwurfsprozess, um neue Synergien in Carouge-Fontenette zu fördern.

Standpunkt der Jury: Die Jury würdigte die gründliche Analyse des Standorts, die von einem sehr aufmerksamen und „wohlwollenden“ Blick geprägt war. Die Entwicklung des Ortes durch punktuelle und sensible Maßnahmen unter sparsamem Einsatz von Mitteln respektiert die verschiedenen Identitäten und ihre Einschränkungen, hebt seine Stärken hervor und weist den Weg zu einem Nebeneinander der verschiedenen Nutzungen und Atmosphären des Ortes. Das Projekt definiert drei verschiedene Ebenen innerhalb des Geländes und stärkt diese, indem es Synergien zwischen ihnen auf städtischer, sozialer und ökologischer Ebene schafft.

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Synergien schaffen

Synergien schaffen

Carouge

Mentionné

Lili Szabo (FR)

Steve Hardy (FR)

Dimitri Szabo (FR)

Standpunkt des Teams: Die Grünflächen von Fontenette bieten eine einzigartige Gelegenheit, einen Raum für Flussufer-Spaziergänge, Erholung und Freizeitgestaltung zu schaffen, der für den Großraum Genf unverzichtbar ist. Das Viertel Fontenette soll zu einer bewohnten Landschaft und einer ökologischen Infrastruktur werden. Entsprechend dem Potenzial des Standorts werden drei Ziele für die Regenerierung der Flächen von Carouge Fontenette angestrebt: (In)filtration von Wasser; Kühlung der städtischen Atmosphäre; Hin zu CO₂-Neutralität. Das Projekt zielt darauf ab, eine ökologische Verbindungsinfrastruktur nach drei Strategien zu schaffen, die die Morphologien des Projekts bestimmen:


ÖKOLOGISCHE KORRIDORE, Demineralisierung, sanfte Mobilität und Stoffwechselprozesse;


DREI BÖDEN, Kreislaufwirtschaft der Materialien;

VERBINDUNG DER ÖFFENTLICHEN RÄUME, die „Neuerfindung“ von Carouge.

Standpunkt der Jury: Das Projekt positioniert sich bewusst zu den Themen Klima, Wasser und Boden, wobei letzterer als Hauptakteur der lokalen Stoffwechseldynamik dargestellt wird. Eine der Stärken dieses Projekts ist seine detaillierte Analyse der klimatischen Komponenten der lokalen Umgebung. Ausgehend vom Boden wird die Rolle des Wassers unter verschiedenen Gesichtspunkten (Versickerung, Beitrag zum Mikroklima), aber auch in einer eher sozialen Dimension (Zugang zu Wasser) beleuchtet. Dieses Projekt rückt unsichtbare und dennoch wesentliche Elemente wie Luftströme, Wasser- und Wärmekarten sowie die Beschaffenheit der Böden wieder in den Vordergrund.

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Jury

AW

Ariane Widmer Pham

Juryvorsitz

Jurypräsidentin

MA

Mireille Adam Bonnet

Architektin, Atelier Bonnet

FB

Frederic Bonnet

Architekt Städtebau, Agentur OBRAS

SL

Schweingruber Lukas

Landschaftsarchitekt, Studio Vulkan

OS

Ola Söderström

Professor für soziale und kulturelle Geographie, Neuenburg

SH

Sarah Haubner

Architektin, Bureau Office Oblique

Preisträgerin E14

PC

Pascal Christe

Mobilitätsingenieur, Büro Christe&Gygax

BS

Barbara Stettler

Architektin, EPF SIA

Mathias Heinz

Architekt, pool Architekten